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Medientagung im Frühjahr 2017… der zweite Tag…

Der zweite Tag begann mit einem kurzweiligen Vortrag von Markus Gerstmann, Medienpädagoge aus Bremen

markus-gestmann

Mit der basalen Frage „Was ist YouTube“ startet Markus Gerstmann und nahm die Teilnehmer sofort mit … ein Video von Manniac zeigt die Lösung zur aufgeworfenen Problemstellung…

In seinem Vortrag ging es nahtlos weiter … es ging um das Phänomen Webvideo

  • … wie es die Bewegtbildlandschaft verändert?
  • … warum es (gerade ) ein Jugendmedium ist
  • … als Handlungsraum
  • … mit eigener Qualität
  • … welches für Reichweiten, Reichtum und reichlich Bewegung sorgt
  • … das einen Reichtum bietet
  • … welches Lernräume öffnet
  • und eventuell oder gerade (k)eine Zukunft hat

Mit einem Bingo-Spiel kam Bewegung in die Veranstaltung – ungefähr so: In ein Blatt mit Kästchen werden Namen eingetragen, die etwas zur Thematik wissen, etwas schon einmal getan oder nicht getan haben (Beispiele: Wer weiß wie alt YouTube ist? Wer kennt einen ausländischen YouTuber mit Namen? Wer weiß wem YouTube gehört? Wer weiß was ein Haul ist? Wer hat mit seinem Kind schon mal gemeinsam einen Film/Clip auf YouTube geschaut? usw.). Das Arbeitsblatt hierzu kann hier heruntergeladen werden.

Natürlich wurden sämtliche Genres beleuchtet und dabei immer wieder Beziehungen zu den jeweiligen Zielgruppen hergestellt… hier ein Überblick:

  • Internet-Memes
  • Let‘s Play
  • HowTos / Tutorials,
  • Life Style /Personal Blogger (Food Diary, Roomtour, Followmearound, Vlogs, Beauty, LifeStyle)
  • (politische) Kommentare
  • Reaction Video
  • Interaktive Videos
  • Live Streams
  • Musik Videos
  • Klassische Videos (Comedy)
  • Gebrauchsanweisung
  • Sport
  • Draw my Life
  • Manga
  • Stopmotion/ Brickfilme
  • Auspacken (Unboxing)
  • Lebensgeschichten

Natürlich ging es bei dieser Thematik um große YouTuber, Gronkh, Bibbi, Daaruum, Julien Bam & Co. (auch hierzu finden sich viele weitere Ideen in der Präsentation…) …

Nach einer kurzen Kaffeepause wurden ausgewählte YouTuber näher be- und durchleuchtet 🙂 … hier ging es um Klickzahlen, Geldströme, Werbeschalten, Tweets und Ansprachen („keine Entfernung der Welt kann uns trennen.“, Teaser („Wird Julia die Trennung überstehen?“; Wir haben etwas zu verkünden!“; „Was wenn einfach so die Tage kommen?“…)bibis-beauty-palace-insta

…interessant scheint hier auch ein Blick hinter die Kulissen der Angebote, in die die Strategien der Vermarktung und des Commerzes … und wie hart muss man an seiner Identität arbeiten, als YouTuber und als Follower…

Wie sehen sich YouTuber oder Instgram-Blogger und ihre Aufgaben? … auch hier wurde genau geschaut … und was wird aus den Sternchen von heute? Wie steigen sie aus? Wird die Blase „YouTube irgendwann platzen? Wird nicht auch Bibi älter und wie geht sie damit um – oder ihre Zielgruppe?

Wie kann nun die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aussehen? Hier favorisiert Markus Gerstmann 8 Ideen zum Auseinandersetzen mit dem Thema YouTube oder zum Beziehen einer eigenen Position:

  1. Methoden aus der klassischen Videoarbeit adaptieren
  2. Selbst Videos drehen (z.B. Tutorials oder Ironisierung von Hauls und Unboxing)
  3. YouTuber von Jugendlichen vorstellen lassen (Recherche)
  4. Genre oder Trends gemeinsam mit Jugendlichen aufgreifen
  5. YouTube-Klassen- bzw. Jugendhaus-Hitliste (Votings)
  6. Kontrastierende Beispiele von YouTubern vergleichen
  7. Videos in den Unterricht, in Projekte einbinden
  8. Workshops (ExpertInnenkonferenzen, Check the Web, Digitale Helden…)

Hier nun die Präsentation von Markus Gerstmann…

…weitere Informationen finden sich auf der Seite  Service Bureau … hier finden sich beispielsweise auch die Arbeitsblätter aus dem Vortrag (YouTube-Recherche; weiterführende Links, wie ein KlickSafe-Webinar; eine YouTube-Hitliste; und vieles mehr…).

Vielen Dank Markus Gerstmann…

Hier noch einige Impressionen vom Vormittag…

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Der Nachmittag hatte satten Workshop-Charme. Tobias Albers-Heinemann (Youtuber 🙂  und Autor) übernahm die Moderation und Präsentation zum Workshop-Angebot.albersheinemann

Inhaltlich wurde zunächst erst einmal gezeigt und geschaut was die Oberfläche YouTube bietet, wie Playlists sich anlegen und pflegen lassen, wie der private Kanal genutzt werden kann, wie sich eigene Videos uploaden lassen und was Youtube eben sonst noch so bietet…

Für alle Leser dieses Blogs, die nun wissen möchten, wie der Kanal von Tobias Albers-Heinemann so ausschaut und was er beherbergt, der klickt bitte in das Bild…albersheinemann_1

… natürlich wurde auch live gezeigt, wie ein Video veröffentlicht wird, wie dieses günstig verschlagwortet wird und mit benutzerdefinierten Thumbnails gearbeitet wird; weitere Einstellungen wie „nicht gelistet“, „Product Placement oder „privat“ wurden ebenfalls erklärt und besprochen…

…  sehr schöne Optionen finden sich in der YoTube-Oberfläche im Bereich Tools. Hier kann der Nutzer unter Nutzung verschiedener Lizenzen Musik als Hintergrundmusik herunterladen oder den (schmal gestalteten) Videoeditor nutzen…youtube_tools…da ist man dann schnell bei den Lizenzen (kommerziell und nicht kommerziell) und den CC-Lizenzen

… Fragen zum Recht auf Vorführung kommen natürlich immer auf… bis zu einer eindeutigen Klärung bieten wir an dieser Stelle folgende Möglichkeit der Auslegung an: Bitte in das Bild klicken – hier öffnet sich dann ein PDF-Dokument des Medienzentrums Rhein-Sieg-Kreises!youtube-videorecht

Ein YouTube-Workshop ohne Praxisanteil macht keinen Sinn… dafür wurden wurden App-Ideen ausgetauscht und los ging es…

… als Topping des Tages ging es um 360 Grad-Videos – da wünscht sich der Teilnehmer und die Teilnehmerin natürlich noch mehr…360-grad

…zum „Abschließ am Abschluss“ gabst dann noch einen Rundschlag zum Thema VR – was ein gelungener Tag… 🙂

Fotos auf der Tagung: David Henkel, Jörn E. von Specht & Kai Liesendahl; Bilder in der Präsentation: Web und Markus Gerstmann;

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht