Archiv der Kategorie: Tagung

Integrative Medienerziehung

IMG_7001.JPG-1Mit Prof. Dr. Frederking startete der Mittwoch der Medientagung der AV Medienerziehung im Bonifatiushaus in Fulda.

Ausgehend vom klassischen Medienbegriff (wenn man dies so allgemein bezeichnen kann), hier wurden verschiedenste Sichtweisen thematisiert und Erklärungsversuche unternommen, ob nun technisch unterstützt oder nicht, führte Prof. Frederking in den Versuch Medien unter dem von ihm geprägten Begriff der Symmedialität zu erklären.

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Untermauert wurden die Aussagen durch Statistiken (Pisa &Co.), welche zeigten, welche Rolle Deutschland im Einsatz digitaler Medien im Kontext Schule im Vergleich zu anderen Ländern Europas einnahm und immer noch einnimmt.

Und so nach und nach nahm die rasch folienwechselnde Präsentation Fahrt auf. Großartige Ideen namenhafter Wissenschaftler standen zeitweise im krassen Gegensatz zu eher zweifelhaften Denkansätzen (Beispiel klick!) 🙂

Auch die Sichtweisen verschiedenster Politiker (noch gar nicht so alt) wurden ebenso beleuchtet. Und es wurden Anätze aus der Politik – Bildungsoffensive für die digitale Wissenschaft – präsentiert. Hier wird aufgezeigt, dass Problemstelllungen inzwischen durchaus erkannt sind und auch passend forumliert werden können. Letztlich scheitern diese Ideen immer noch daran, wie es Prof. Horz am Vorabend schon auf den Punkt brachte, an der finanziellen Ausstattung – siehe „Wanka rudert zurück„…

Nach diesen grundlegenden Gedanken wurde dann die Nutzung digitaler Medien im Deutschunterricht eingegangen . In dem hier verlinktem Artikel finden sich auch Folien aus dem Vortrag von Prof. Frederking. Am Beispiel von Erich Kästners „Emil und die Detektive“ wurde der Begriff der Symmedialität den Teilnehmern der Tagung nähergebracht.

Was im Deutschunterricht funktioniert, so Prof. Frederking, lässt sich auch im Fachunterricht, wie Biologie, Geschichte oder welchem Bereich auch immer umsetzen.

Fazit: Fachlichkeit lässt sich besetens mit digitalen Werkzeugen fördern!

Christian Albrecht von der Universität Erlangen-Nürnberg übernahm den Platz am Pult und widmete sich dem Thema Mediendidaktik Deutsch.

Kompetenzbereiche Kommunikation, Kollaboration, krischens Denken und Kreativität müssen Bestandteile eines zeitgemäßen Unterricht sein. Wie dies organisiert werden kann, wurde an verschiedenen Beispielen gezeigt. Gearbeitet wurde mit GoogleDocs, einem Kurzfilm, iStopMotion und X-Ray Goggles.

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Am Nachmittag gab es dann jede Menge Workshop-Angebote. Im Rahmen eines Future-Walk (diese Methode kennt man aus vergangenen Tagen noch als  Museumsrundgang) konnten sich die Teilnehmer zu verschiedensten Themen informieren und Anregungen für die eigene Praxis sammeln.

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Auch an der Freiherr-vom-Stein-Schule wurde gearbeitet… hier ein Link zum Inhalt.

Der Tagesabschluss fand dann im Feuerwehrmuseum der Stadt Fulda statt, denn auch hier gab es ein wunderbares Workshop-Angebot.

Der Freitag begann mit einem kurzweiligen Vortrag von Antje Suppmann, Jugendkoordinatorin des Polizeipräsidiums Mittelhessen, zum Thema Jugendmedienschutz „Im Spannungsfeld der Digitalen Medien“. Thematisiert wurden Inhalte, wie Einstiegsalter, Apps, Communities, Nutzerverhalten, Regeln im Umgang, Risiken der Nutzung digitaler Endgeräte, Online- und Browsergames uvm..

Ab 11:00 Uhr wurden Arbeitsergebnisse der Workshops vom Donnerstagnachmittag von Michael Grau präsentiert und moderiert. Merten Giesen vom Medienzentrum Frankfurt moderierte cool und gelassen die Arbeitsergebnisse der erfolgreichen Kooperation zwischen der AV Medienerziehung und dem Medienzentrum Frankfurt (immer im Schlepptau die Feuerwehr Frankfurt am Main, vertreten durch Michael Grau)

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Dazu gehörte auch eine Unterseite, der noch nicht veröffentlichte Weauftritt, des Medienzentrums Frankfurt.

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Auch LiV verschiedener Studienseminare GHRF Hessen stellten Medienprojekte vor, die sie im Rahmen der AV Medienerziehung bzw. der Schriftlichen Hausarbeit erarbeitet haben. So zum Beispiel die Ergebnispräsentation von Nils Döbbeling aus Marburg, der die Produktion eines multimedialen Bilderbuchs von Schülerinnen und Schülern für die eigene Zielgruppe mit dem Ziel der Motivationssteigerung den Teilnehmern zeigte.

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Nils Döbbeling war nicht nur als Vortragender eine Bereichung sondern auch als Fotograf unterwegs…

Auch die Hessischen Medienzentren hatten mit ihren Anhgeboten einen festen Platz. Dirk Rudolph vom Medienzentrum Eschwege stellte die Arbeitsweise, Zugangsmöglichkeiten, verschiedenste Angebote, den Materialpool und Rechtliches  kurz, anschaulich und prägnant vor. Dankeschön!

Zum Abschluss noch einige Impressionen aus der Location BonifatiushausBaseCenter Fulda… Raumschiff Orion has landed! 🙂

Ein großes dankeschön auch an die Teilnehmer und das erweiterte Leitungsteam, … tolle Fragen, super Anregungen! Wir freuen uns auf das nächste Treffen… merken wir uns den 31. Januar 2018!

Behalten Sie auch den 28.September 2017 im Blick, denn an diesem Tag findet die Medienbildungsmesse statt.

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

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Medientagung im Frühjahr 2017… der dritte Tag…

… es ist der dritte Tag und dieser beginnt mit einem Vortrag von Alia Pagin zum Thema „Hate Speech – Hass im Netz“. alia-paginZentrale Elemente des Vortrages sind Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intolleranz, Antisemitismus u.Ä. sowie deren Ausbreitung im Netz, genauer in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, YouTube oder WhatsApp…

  • Woran erkennt man nun Hate Speech? …hier finden sich exemplarisch Hinweise…
  • Extremismus, Populismus und Soziale Netzwerke
  • Warum so erfolgreich?
  • Warum schaukeln sich extreme Ideologien und Hate Speech in den sozialen Netzwerken schnell hoch? – Radikalisierung von Meinungen („Echo chambers“/ „filter bubble„)
  • Kein Gesetz gegen Hate Speech – aber Straftatbestand
  • Meinung vs. Hetze
  • Ethnopluralismus

untermauert wurden die Inhalte des Vortrages anhand verschiedener Bild- und Textbeispiele aus Tagespresse und Netz. Teile des Vortrages erscheinen hier in Kürze…

… nach einer kurzen Pause prädentierten LiV-Gruppen der Hessischen Studienseminare Ergebnisse aus Pädagogischen Facharbeiten. Den Anfang machten hier Jacqueline Kohlhausen und Tobias Schmidt von Studienseminar Kassel mit der Außenstelle Eschwege. Beide haben inzwischen ihre 2. Staatsprüfung erfolgreich absoliert. Den Vortrag kann man hier noch einmal schauen.

Im Anschluss stellte Kristin Drenkelfuß vom Studienseminar für GHRF Marburg die Ergebnisse ihrer Facharbeit vor. Die „Förderung der Motivation durch die Produktion von Stop-Motion-Filmen zum Thema Balladen – durchgeführt in einer 8. Realschulklasse“ als Thema der Arbeit. Die Folien des Vortrages finden sich hier:

Drei LiV (Petra Lohmann, Magdalena Fleck, Lauritz Fastenrath) vom Studienseminar GHRF Frankfurt präsentierten ihr Video zur Thematik Product Placement. Auf Grund der Darstellungen der Schülerinnen und Schüler im Video selbst, kann dieses hier leider nicht geschaut werden. Wir haben das für die Leserin / den Leser dieses Blogs getan und sind begeistert. 😉

Ein dickes Dankeschön an alle LiV!!!

Moderation: Jochim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Medientagung im Frühjahr 2017… der zweite Tag…

Der zweite Tag begann mit einem kurzweiligen Vortrag von Markus Gerstmann, Medienpädagoge aus Bremen

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Mit der basalen Frage „Was ist YouTube“ startet Markus Gerstmann und nahm die Teilnehmer sofort mit … ein Video von Manniac zeigt die Lösung zur aufgeworfenen Problemstellung…

In seinem Vortrag ging es nahtlos weiter … es ging um das Phänomen Webvideo

  • … wie es die Bewegtbildlandschaft verändert?
  • … warum es (gerade ) ein Jugendmedium ist
  • … als Handlungsraum
  • … mit eigener Qualität
  • … welches für Reichweiten, Reichtum und reichlich Bewegung sorgt
  • … das einen Reichtum bietet
  • … welches Lernräume öffnet
  • und eventuell oder gerade (k)eine Zukunft hat

Mit einem Bingo-Spiel kam Bewegung in die Veranstaltung – ungefähr so: In ein Blatt mit Kästchen werden Namen eingetragen, die etwas zur Thematik wissen, etwas schon einmal getan oder nicht getan haben (Beispiele: Wer weiß wie alt YouTube ist? Wer kennt einen ausländischen YouTuber mit Namen? Wer weiß wem YouTube gehört? Wer weiß was ein Haul ist? Wer hat mit seinem Kind schon mal gemeinsam einen Film/Clip auf YouTube geschaut? usw.). Das Arbeitsblatt hierzu kann hier heruntergeladen werden.

Natürlich wurden sämtliche Genres beleuchtet und dabei immer wieder Beziehungen zu den jeweiligen Zielgruppen hergestellt… hier ein Überblick:

  • Internet-Memes
  • Let‘s Play
  • HowTos / Tutorials,
  • Life Style /Personal Blogger (Food Diary, Roomtour, Followmearound, Vlogs, Beauty, LifeStyle)
  • (politische) Kommentare
  • Reaction Video
  • Interaktive Videos
  • Live Streams
  • Musik Videos
  • Klassische Videos (Comedy)
  • Gebrauchsanweisung
  • Sport
  • Draw my Life
  • Manga
  • Stopmotion/ Brickfilme
  • Auspacken (Unboxing)
  • Lebensgeschichten

Natürlich ging es bei dieser Thematik um große YouTuber, Gronkh, Bibbi, Daaruum, Julien Bam & Co. (auch hierzu finden sich viele weitere Ideen in der Präsentation…) …

Nach einer kurzen Kaffeepause wurden ausgewählte YouTuber näher be- und durchleuchtet 🙂 … hier ging es um Klickzahlen, Geldströme, Werbeschalten, Tweets und Ansprachen („keine Entfernung der Welt kann uns trennen.“, Teaser („Wird Julia die Trennung überstehen?“; Wir haben etwas zu verkünden!“; „Was wenn einfach so die Tage kommen?“…)bibis-beauty-palace-insta

…interessant scheint hier auch ein Blick hinter die Kulissen der Angebote, in die die Strategien der Vermarktung und des Commerzes … und wie hart muss man an seiner Identität arbeiten, als YouTuber und als Follower…

Wie sehen sich YouTuber oder Instgram-Blogger und ihre Aufgaben? … auch hier wurde genau geschaut … und was wird aus den Sternchen von heute? Wie steigen sie aus? Wird die Blase „YouTube irgendwann platzen? Wird nicht auch Bibi älter und wie geht sie damit um – oder ihre Zielgruppe?

Wie kann nun die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aussehen? Hier favorisiert Markus Gerstmann 8 Ideen zum Auseinandersetzen mit dem Thema YouTube oder zum Beziehen einer eigenen Position:

  1. Methoden aus der klassischen Videoarbeit adaptieren
  2. Selbst Videos drehen (z.B. Tutorials oder Ironisierung von Hauls und Unboxing)
  3. YouTuber von Jugendlichen vorstellen lassen (Recherche)
  4. Genre oder Trends gemeinsam mit Jugendlichen aufgreifen
  5. YouTube-Klassen- bzw. Jugendhaus-Hitliste (Votings)
  6. Kontrastierende Beispiele von YouTubern vergleichen
  7. Videos in den Unterricht, in Projekte einbinden
  8. Workshops (ExpertInnenkonferenzen, Check the Web, Digitale Helden…)

Hier nun die Präsentation von Markus Gerstmann…

…weitere Informationen finden sich auf der Seite  Service Bureau … hier finden sich beispielsweise auch die Arbeitsblätter aus dem Vortrag (YouTube-Recherche; weiterführende Links, wie ein KlickSafe-Webinar; eine YouTube-Hitliste; und vieles mehr…).

Vielen Dank Markus Gerstmann…

Hier noch einige Impressionen vom Vormittag…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Nachmittag hatte satten Workshop-Charme. Tobias Albers-Heinemann (Youtuber 🙂  und Autor) übernahm die Moderation und Präsentation zum Workshop-Angebot.albersheinemann

Inhaltlich wurde zunächst erst einmal gezeigt und geschaut was die Oberfläche YouTube bietet, wie Playlists sich anlegen und pflegen lassen, wie der private Kanal genutzt werden kann, wie sich eigene Videos uploaden lassen und was Youtube eben sonst noch so bietet…

Für alle Leser dieses Blogs, die nun wissen möchten, wie der Kanal von Tobias Albers-Heinemann so ausschaut und was er beherbergt, der klickt bitte in das Bild…albersheinemann_1

… natürlich wurde auch live gezeigt, wie ein Video veröffentlicht wird, wie dieses günstig verschlagwortet wird und mit benutzerdefinierten Thumbnails gearbeitet wird; weitere Einstellungen wie „nicht gelistet“, „Product Placement oder „privat“ wurden ebenfalls erklärt und besprochen…

…  sehr schöne Optionen finden sich in der YoTube-Oberfläche im Bereich Tools. Hier kann der Nutzer unter Nutzung verschiedener Lizenzen Musik als Hintergrundmusik herunterladen oder den (schmal gestalteten) Videoeditor nutzen…youtube_tools…da ist man dann schnell bei den Lizenzen (kommerziell und nicht kommerziell) und den CC-Lizenzen

… Fragen zum Recht auf Vorführung kommen natürlich immer auf… bis zu einer eindeutigen Klärung bieten wir an dieser Stelle folgende Möglichkeit der Auslegung an: Bitte in das Bild klicken – hier öffnet sich dann ein PDF-Dokument des Medienzentrums Rhein-Sieg-Kreises!youtube-videorecht

Ein YouTube-Workshop ohne Praxisanteil macht keinen Sinn… dafür wurden wurden App-Ideen ausgetauscht und los ging es…

… als Topping des Tages ging es um 360 Grad-Videos – da wünscht sich der Teilnehmer und die Teilnehmerin natürlich noch mehr…360-grad

…zum „Abschließ am Abschluss“ gabst dann noch einen Rundschlag zum Thema VR – was ein gelungener Tag… 🙂

Fotos auf der Tagung: David Henkel, Jörn E. von Specht & Kai Liesendahl; Bilder in der Präsentation: Web und Markus Gerstmann;

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Medientagung im Frühjahr 2017… der Auftakt…

beranek_eisentra%cc%88gerEs ist Mittwochabend. Wiesbaden-Naurod, WKH (Wilhelm-Kempf-Haus). Punkt 19:00 Uhr begrüßt Joachim Eisenträger die Runde der Hessischen Medienbeauftragten der Studienseminare. Das Thema der Tagung steht, heißt „YouTube“! , … genauer „YouTube in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen“…

Für alle die, die denken, es gäbe technische Probleme… wir haben nur Lösungen 🙂

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Der spannende Vortrag von Prof. Dr. A. Beranek nimmt bereits gegen 19.10 Uhr volle Fahrt auf. Der Kurs stimmt, das erste Etappenziel ist ein Blick auf die Historie dieses MassenMediumAnbieters, …weiter geht’s direkt zu YouTubeGaming und angesagten YouTubern wie Dner oder Daggi Bee, die beispielsweise auf Snapchat oder Funk Angebote ohne Ende bereithalten, die für den einen oder anderen Erwachsenen als Zeitfresserchen betitelt werden, coolen Jugendlichen aber den Weg zum Erwachsenwerden ebnen… hier helfen die Medienangebote die Bedürfnisse (kognitive, affektive, habituelle, soziale) jener bekannten Pyramide zu erfüllen… bis hierher ging es, wie beschrieben mit Volldampf, durch seichtes Fahrwasser,…

… große Schaumkronen kamen auf, als es in den Bereich der Strukturalen Medienbildung, nach Benjamin Jörrisen und Winfried Marotzki, ging. Begriffe wie Orientierung (Umgang mit Kontigenz), Flexibilisierung (Umorientierung, Refraiming, Reflexivität), Tentativität (Exploration, Kreativität, Als-ob-Handeln) und Alterität (Offenheit für Andersheit/Fremdheit) machten den feinen Wellengang, der sich erst mit dem Schauen ausgewählter YouTube-Filme legte…

…den Vortag als Prezi kann man schauen, wenn man in das Bild oder hier klickt…

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…Vielen Dank Frau Prof. Beranek!

AV Medienerziehung – Frühjahrstagung der hessischen Medienbildner – Donnerstag, 18. Februar

„Neue Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen“ war das Thema des Impulsvortrages von Prof. Dr. Stefan Aufenanger. Erste Schulen setzen Tablets unterrichtsdeckend ein oder planen den Umstieg zum digitalen Lernen.

AufenangerNachdem so Tablets als eine alternative zu den traditionellen Computerräumen oder Notebook-Ausstattung vermehrt in Schulen Einzug halten, stellt sich die neue Herausforderung, wie mit diesen Medien gearbeitet werden kann. Als neuere Entwicklungen sind digitale Schulbücher sowie offene Unterrichtsmaterialien, Ansätze von Augmented Reality, Cloudlösungen (Beispiel Chromebook) sowie digitale Schulverwaltungsprogramme zu sehen. Der Vortrag zeigte kurzweilig und exemplarisch einige dieser Entwicklungen und regte an  deren pädagogische Bedeutung zu diskutieren. Hier zeigte sich, dass die Spielzeug-Industrie (Lego, Playmobil & Co.) diese Trends bereits aufggriffen hat und erste Applikationen anbietet.

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Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Stefan Aufenanger übernahm der CCC.

Die Referenten Hash1, Wonko und Netmage vom Chaos Computer Club Mannheim traten als Special Guests auf der Tagung mit Projekt „Chaos macht Schule“ auf.

Sie stellten gleich zu Beginn klar, dass es nicht proprietäres Ziel des CCC ist, Systeme zu zerstören oder Daten zu stehlen, sondern vielmehr Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen zu sein, immer mit dem Zweck die Zuhörenden also in diesem Fall Lehrerrinnen und Lehrer und über diese Lernende im Umgang mit privaten Daten zu sensibilisieren.

Durch das Aufzeigen von Handlungsalternativen, das Beantworten von Fragen zur Datensicherheit konnte aufgezeigt werden, wie sich Persönlichkeitsrechte wahren lassen. In ihrem Vortrag stellten sie immer wieder Bezüge zur Hacker-Ethik dar, die immer das Ziel verfolgt öffentliche Daten zu nutzen und persönliche Daten zu schützen.

Am Nachmittag war dann Workshop-Zeit.

Sandra Ricker, Medienpädagogin aus Berlin leitete den Workshop Gestaltung und Audioschnitt eines Hörspiels…, … mit Tablets lassen sich im Unterricht mittlerweile leicht und effizient Hörspiele erstellen. Ausgehend von diesen Erfahrungen stieg Sandra Rieker in den Workshop ein. Sie zeigte auf, dass der Fokus solcher Projektes stärker als bisher auf den Inhalten liegen kann und sich auch die Planungs- und Vorbereitungszeit für Lehrkräfte enorm reduzieren lässt. Dieser Workshop zeigte beispielhafte Produktionsabläufe, welche praktisch mit iPads im Workshop ausprobiert werden konnten. Tipps und Hinweise zu den nötigen Voraussetzungen für die Durchführung auf verschiedenen Plattformen und für diverse Anspruchsniveaus ergänzten das Workshop-Angebot, so dass Lehrkräfte sich gut informiert an eigene Projekte wagen konnten.

Der Podcast-Workshop wurde von Urs Daun Medienpädagoge in Frankfurt geleitet. Im Rahmen dieser Multiplikatoren-Schulung wurde Lehrkräften praxisnah der Einstieg in die Erstellung von Audiodateien geboten, so dass das erlernte Wissen später im Schulalltag fachspezifisch eingesetzt werden kann. Nach einer Analyse eines Rundfunk- und/oder Podcast-Audiobeitrags auf seine Machart wurde in Kleingruppen ein eigener kleiner Beitrag geplant, aufgenommen und schließlich mit einem Freeware-Programm bearbeitet. Während der gesamten Fortbildung lag ein besonderes Augenmerk auf die Manipulationsmöglichkeiten in der Bearbeitung von Audiodateien.

Der OneNote- Workshop wurde von Matthias Heil vom Studienseminar für Gymnasien in Fulda vorgestellt. Wer ist nicht vertraut mit dem Chaos einer immer unübersichtlicher werdenden Dateiablage, dem Frust viel zu langen Suchens nach Material, das schon einmal da war, aber nun auf mysteriöse Weise verschollen ist – oder dem Horror eines in kritischen Zeiten kaputtgehenden Systems? Ob in der Schule, im Seminar oder im Privaten: Die Organisation von Dateien, Links, Material, Planung und Kommunikation ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Dieser Workshop stellte mit dem für alle Plattformen kostenlos nutzbaren OneNote der Firma Microsoft ein mächtiges Werkzeug vor, das nicht nur den geschilderten Problemen zu begegnen vermag und auch gemeinsam mit Lernenden produktiv genutzt werden kann, sondern schnell zu einem unersetzlichen Begleiter Ihrer Arbeit werden wird.

Audio-Apps (Garageband) wurden von David Henkel und Holger Höhl vorgestellt.

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

AV Medienerziehung – der Freitag

Sexting_Dating_GrafThomas Graf , Bildungsreferent für Prävention und Medienpädagogik Gießen startete in den Tag mit seinem Vortrag Dating Apps, Sexting und Cyber-Mobbing…  die Folien des Vortrages gibt es hier….

Im Anschluss, nach einer kurzen Pause wurden dann Herrn Essid Apps für den Chemie-Unterricht vor.

Bilder, Texte + Moderation: J. Eisenträger & J. E. von Specht

AV-Medienerziehung – der Donnerstag

Der Donnerstag begann mit einem spannenden Impulsvortrag von Prof. Dr. Olaf Burow  mit dem Thema:

Disruption – Wie sich das Lehren und Lernen im digitalen Zeitalte ändert“

Burow_Digitale_DividendeBegeisterung ist Dünger fürs Gehirn (G.Hüther)… das ist der Ansatz um Schule neu zu denken… es ist Zeit… Steve Jobs hinterließ uns kurz vor seinem Tod die visionäre Botschaft: „The next big thing is education“. und in der Tat arbeiten mächtige Internetkonzerne an einer Bildungsrevolution. Christoph Keese hat in „Silicon Valley“ (2014) „disruption“ (Unterbrechung) als radikales Innovationsprinzip beschrieben, das den Wandel treibt. Statt bestehende Technologie oder Strukturen weiterzuentwickeln, geht es demnach um einen grundlegenden Neuentwurf. Was dies für den Bildungsbereich, insbesondere das Lehren und Lernen an der Schule bedeutet, das zeigte Prof. Dr. A. Burow  Vortrag und entwickelte daraus Thesen zur Zukunft der Schule im „New Digital Age“ ableiten, wie  es Google-Chef Eric Schmidt in seinem gleichnamigen Buch bezeichnet. Anschaulich und kurzweilig wurden Konturen einer neuen Pädagogik sichtbar, die auch in seinem aktuellen Buch „Digitale Dividende“ (Burow 2014) als „Pädagogik 3.0“ dargestellt  werden.

Der Vortrag von Prof. Dr. O. A. Burow kann hier geschaut werden…

… und so ging es am Nachmittag weiter…

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… hier gibt es Werbung in eigener Sache… ein Beispiel für eine (noch kleine) aber kostenfreie Oberfläche mit Erklärfilmangeboten von TeacherX... zum Öffnen des Lernangebotes einfach in das Bild klicken… Bildschirmfoto 2015-05-29 um 12.14.37

Im Anschluss begann der Workshop-Marathon… Es wurden wurden Erklärfilme erstellt, Videos geschnitten, Programmoberflächen, wie Photoshop und iBooks Author erklärt, aktuelle Apps für Android und iOS vorgestellt, Filmbildungsprojekte geplant und dutrchgespielt und LEGO gespielt (Education) … hier ein paar Imressionen…

… hier noch ein kleines Beispiel aus dem Bereich der App-Anwendungen … Bildschirmfoto 2015-05-28 um 19.48.26

Bilder, Texte + Moderation: J. Eisenträger & J. E. von Specht