Archiv der Kategorie: Information

Freitag & weiter gehts…

Der dritte Tag startet mit einem Vortrag von Annika Gramoll: „Update Soziale Netzwerke“… die Referentin kenntsich aus, weiß, was Jugentliche wollen, was sie tun, wo sie im Netz unterwegs sind und, sie kann diese getroffenen Aussagen auch bestens mit aktuellen Zahlen aus der Forschung belegen. Und so geht es von Folie zu Folie, es wird gedeutet und analysiert, interpretiert und geraten und aufgeklärt.

Um die Anwesenden bei voller Konzentartion zu halten, nutzt Gramoll neben einer permanenten Auffrischung der Raumluft durch Stoßlüften kleine Motivations-Teaser wie „Jäger jagt Hase“ …

Gramoll

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es um die Kooperation zwischen den Hessischen Medienzentren mit den Studienseminaren GHRF in Hessen. Dietlind Dietrich, Merten Giesen und Murat Alpoguz, die diesen Teil übernahmen, zeigten Möglichkeiten auf, wie eine wertvolle Verzahnung gelingen kann. Grundlage bildet das Prozessmodell, wobei ausschließlich projektorientiert gearbeitet wird. Somit erfahren LiV ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit. Merten Giesen verweist adrauf, dass LiV gerade in Settings dieser Art regelrecht in Flow kommen, weit über die Anforderungen hinaus arbeiten. Die Themenwahl sowie deren Umsetzung ist völlig offen. Die entstandenen Projekte können jederzeit in den Unterricht einfließen.

MZ-STS

In einer offenen Diskussion wurden weiterführende Ideen und Strategien entwickelt. Vielen Dank!

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Workshopzeit!

Workshops werden immer wieder gern besucht. Und genau immer dann, wenn 100%-ig geworkshopt wird.

Diesmal gab es wunderbare Workshop-Angebote: „Klimawandel und Feinstaubdebatte, selbst erfasste Umweltdatenals Beitrag zur politischen Bildung“ mit Thomas Bartoschek; „Sehe, was das ist: Die Fotografie als Werkzeug für die Wahrnehmung“ mit Laura Padgett; „Digitale Realität“ mit Michael Grunewald und „Mobiles Lernen im Englisch-Unterricht“ mit Dieter Umlauf…

DieterEgal wo und was gearbeitet wurde, es war die Zeit wert. Tolle Ideen, zielgruppenadäquate Arbeitsaufträge und Materialien waren die richtige Mischung für die erzielten Ergebnisse.

Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Ich und meine Daten…

NocunTag zwei der Medientagung, der Mittwoch, begann mit einem Impulsvortrag von Katharina Nocun aus Berlin: „Die Daten, die ich rief“ … wir alle, so Nocun, legen Datenspuren und das täglich. Millionen von Menschen kaufen bei Amazon ein, sammeln Punkte mit der DeutschlandCard und sind bei Facebook & Co. unterwegs, nutzen Fitnesstracker und und und. Dass diese Dienste allerhand Daten über uns speichern ist zwar kein Geheimnis, doch so lange Überwachung unsichtbar ist, stören wir uns nicht daran. Wir wissen längst, wenn ein Produkt nichts kostet, bist Du das Produkt. Doch halt. Die Datensammler greifen auch im Bezahlbereich ungehemmt zu. Wie viel wissen die Dienste über uns, was wird wann getrackt. Wer seinen eigenen Datenschatten kennen lernen will, muss selbst aktiv werden. Die Referentin legte ihr eigenes Datennutzungsverhalten offen und präsentierte die im Rahmen ihrer Recherchearbeit gesammelten Anfragen verschiedenster Anbieter, wie Amazon, Facebook, Instagram, Edeka, Netflix und Co.

Datengetriebene Versicherungsmodelle locken mit preisgünstigen Angeboten für Zahnbürsten Fitness-Uhren oder kleiner im Automobil verbauter Boxen, den den Fahrstil an den Versicherer melden.

Interessant schein auch der gelegentlich Blick in die AGBs… ein Experiment von PC Pitstop zeigt dies.

In ihrem Buch „Die Daten, die ich rief„, zitiert die Autorin treffend Edward Snowden:

>> Das Argument, dass ihnen das Recht auf Privatsphäre egal sei, weil sie nichts zu verbergen hätten, ist nichts anderes als zu behaupten, ihnen sei das Recht auf freie Meinungsäußerung egal, weil sie nichts zu sagen hätten. Eine freie Presse nützt nicht nur denen, die sie lesen.<<

Dieser Vortrag zeigt, warum es sich lohnt zu fragen: Was speichert ihr über mich?

Die Moderation des Vortrages übernahm Michael Grunewald (ZGV Mainz) und bot im Anschluss einen eigenen Beitrag mit dem Thema „Datenschutz – Ein Balanceakt digitaler Souveränität“. Das pdf-Dokument stellt Michael Grunewald dankenswerter Weise zur Verfügung.

 

Leherbildungsforum – Berufliche Fachrichtungen – Weblogs in der Modularbeit – Tag 1

2018-Hand_Lehrerbildung_288_1000_Blog-LBF_BSBlogs sind aus dem Web nicht mehr weg zu denken. Wir finden Mode-Blogs, Garten-Blogs, Schönheits-Blogs, Finanz-Blogs, DIY-Blogs, Umwelt-Blogs, Technik-Blogs, Spiele-Blogs, Ernährungs-Blogs, …

… es gibt kaum ein Thema ohne eine entsprechende Blogszene. Und neben den zahlreichen privaten und halbprivaten Blogs, hat inzwischen fast jedes Unternehmen, jeder Verein oder öffentliche Einrichtung einen Blog-Bereich innerhalb des eigenen Webauftritts oder als eigenständigen Internetauftritt. Was aber ist eigentlich ein Blog? Was ist dran am Bloggen? Und wofür kann ein Blog alles genutzt werden? Wie lassen sich Blog im Kontext Bildung einsetzen? Dies soll in diesem Artikel, der zum Workshopangebot des Lehrerbildungsforums der Hessischen Studienseminar der Beruflichen Schulen an der Reinhardswaldschule im März 2018 gehört, umrissen werden.

Die Teilnehmer_innen lernen so exemplarisch den Einsatz von Blog neben den Angeboten des Hessischen Bildungsservers kennen, erstellen erste eigene Produkte (Blogs) und diskutieren Nutzen und Einsatzmöglichkeiten.

Dieser Beitrag wurde dementsprechend speziell für das Lehrerbildungsforum der Beruflichen Studienseminare erstellt, kann aber gern auch von allen anderen Besuchern dieses Blogs genutzt werden. Darüber hinaus findet sich eine Anleitung zum Einrichten eines eigenen WordPress-Blogs… und damit

Willkommen auf dem Lehrerbildungsforum der Berufliche Schulen – Reinhardswaldschule – März 2018

… der Hessische Bildungsserver bietet den Ausbilder_innen und den LiV an den Hessischen Studienseminaren eine webbasierte Arbeitsplattform zur Organisation von Ausbildung (z. Beispiel Kalenderfunktion), zum Teilen von Inhalten (Pläne, Dokumente uvm.) oder  e-Portfolios (Mahara) und vielem mehr…

Möchte man dieses Angebot für seine eigene Modularbeit erweitern, bieten sich Weblogs an. Im Folgenden sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Webangebote dieser Art aussehen können und wie diese sich im Netz einrichten lassen.

Im Folgenden werden exemplarisch drei Beispiele aus der Modularbeit am Studienseminar GHRF Kassel mit Außenstelle Eschwege gezeigt und im Rahmen des WS-Angebotes diskutiert.

… hierzu in die einzelnen Thumbnail klicken…

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Was sind Weblogs? Weiterlesen

Expertentagung Lehrkräftebildung BERLIN 2018 – Themenraum 8

Medieneinsatz (neu) denken. Chancen und Herausforderungen für den Fachunterricht im Zeitalter von Digital Citizenship

Die Ausbildungsveranstaltung Medienerziehung in der GHRF-Lehramtsausbildung des Landes Hessen hat als Intention, fachübergreifend aktuelle Entwicklungen der Mediengesellschaft und Mediensozialisation der Schüler und Schülerinnen wahrzunehmen und diese in allen Modulen abzubilden. Die angehenden Lehrkräfte und die von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen sollen eine kompetente Teilhabe an der Mediengesellschaft erlangen und dabei insbesondere die Chancen aber auch die Risiken der Medien kennenlernen.

Der Beitrag von Joachim Eisenträger und Jörn E. von Specht bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, anknüpfend an den aktuellen Tendenzen des Mediennutzungsverhaltens die zentralen Inhalte der AV Medienerziehung anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus dem Unterricht sowie der Arbeit in den Fachmodulen der hessischen Studienseminare kennenzulernen. Dabei geht es nicht um die isolierte Vermittlung von medienpraktischen Werkzeugen, sondern um an Inhalten orientierte aktive Medienarbeit.

Die Vorträge mit Workshop finden in der Technischen Universität Berlin am 22. und 23. Februar 2018 statt.

  • Donnerstag 22. Februar – Themenraum 8 – 13.30 Uhr bis 15:30 Uhr
  • Freitag 23. Februar – Themenraum 8 – 9.00 Uhr bis 11:00 Uhr

Das Handout zum Vortrag lässt sich hier downloaden. Download

Eine Anleitung zum Arbeiten mit Adobe Spark Video findet sich hier (einfach in das Bild klicken!) …

Spark_Anleitung

Moderation: Joachi Eisenträger & Jörn E. von Specht

Expertentagung Lehrkräftebildung – Berlin 2018

Medientagung – Wiesbaden Naurod

Digital_Citizenship_Naurod

Impulsvortrag und Workshop „Medieneinsatz (neu) denken. Chancen und Herausforderungen für den Unterricht und Ausbildung im Zeitalter von Digital Citizenship“ – Joachim Eisenträger & Jörn von Specht,

Die angehenden Lehrkräfte und die von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen sollen eine kompetente Teilhabe an der Mediengesellschaft erlangen und dabei insbesondere die Chancen aber auch die Risiken der Medien kennenlernen.

Der Beitrag bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, anknüpfend an den aktuellen Tendenzen des Mediennutzungsverhaltens die zentralen Inhalte der AV Medienerziehung anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus dem Unterricht sowie der Arbeit in den Fachmodulen der hessischen Studienseminare kennenzulernen. Dabei ging es nicht um die isolierte Vermittlung von medienpraktischen Werkzeugen, sondern um an Inhalten orientierte aktive Medienarbeit.

Die Ideen und Inhalte des Vortages lassen sich hier genauer betrachten… Klick!

Am Ende des Vortrages wurden verschieden Möglichkeiten aktiver Medienarbeit im Rahmen eines Workshops diskutiert und erprobt. Das Handout hierzu findet sich hier. Ein Dankeschön an David Henkel.

Impulsvortrag am Donnerstag – Ontologie und Technik – Ontologische Sichtweise auf die Medienbildung – Prof. Dr. Trocholepczy, Goethe-Universität Frankfurt

Prof. Dr. Trocholepczy startete seinen kurzweiligen Vortrag mit folgenden Thesen:

  • In welchem epochenspezifischen Grundschema erschließt sich für uns die Wirklichkeit insgesamt?
  • Ontologie, traditionell als Ordnung des Seinsaufgefasst, wird entsprechend als Zeitdiagnostik verstanden.
  • Digitalmedialität ist kein Lehr- und Lern Sujet unter vielen anderen, sondern ist das vorangigste Bildungsthema überhaupt.

Trocholepczy_2018.pngBig Data ist ein Thema unseres generellen Weltzuganges und unserer Konzeption vom Menschen als homo digitalis. Wir leben im Netzhabitat. Was können wir aus der technischen Hinsicht auf die Wirklichkeit lernen? Dass die Technik in ihrer modernsten Aufgipfelung, Digitalität, unsere Gegenwart und absehbare Zukunft bestimmt und bestimmen wird, kann wohl niemand bestreiten. Aber noch denken wir nicht über die zunehmend technische Strukturiertheit unserer Wirklichkeit nach. Werden Daten, als Ressource par exellence, einen „göttlichen Status“ erlangen, oder haben sie diesen bereits? Zeichnen sie sich doch dadurch aus, das sie einen zeit- und ortsübergreifenden Zugriff ermöglichen und zudem folgende vier bizarre Eigenschaften aufweisen:

  • Sie sind replikabel!
  • Sie sind skalierbar!
  • Sie sind detektierbar!
  • Sie sind persistent!

Im Schluss waren sich alle Teilnehmer einig. Es geht in zeitgemäßen Lern-Settings immer darum, die Realität in den Unetrrichtsraum zu holen. Insofern gehören digitale Medien ab sofort zwingend auf den Tisch der Lernenden…

Präsentation und Workshop  – „Bilder die lügen“ – Fakenews auf der Spur – Nina Thoß, Freiburg

Kinder und Jugendliche werden im Internet z.B. durch Video- und Bildposts mit so genannten Fakenews konfrontiert. Unbedacht werden diese geliked oder weitergeteilt. Wie kann Unterricht dazu beitragen, ein Bewusstsein für Fakenews aufzubauen und wie lassen sich Informations- und Urteilskompetenz bei Schülerinnen und Schülern stärken? Es ging um Bots, die im Hintergrund Webaktivitäten bestimmter Nutzergruppen pimpen. Mehr dazu erfährt man in diesem Erklärviedo.

Nina Thoß zeigte in ihrem Vortrag und Workshop hierzu Hintergründe, Beispiele und schülerorientierte Methoden auf. Zum Einsatz kam ein webbasiertes Arbeitsblatt mit verschiedenen Aufgaben zum Thema Fakenews & Co.

Der Donnerstag-Nachmiitag bot die Möglichkeit der Teilnahme an Workshops…

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Workshop A  – Was ist fotografisches Sehen? –  Laura J. Padgett, Frankfurt

„Der Fotografische Prozess – Sensibilisierung der Beobachtung und ein bewusstes Sehen-lernen“, lautete der Titel des Workshops von  Laura J. Padgett. Es ging zunächst um die Vertiefung des Fotografischen Sehens: Position, Raum, Schärfentiefe, Komposition / Ausschnitt / Bedeutung des fotografischen Standpunktes (inhaltlich und formal) und des Perspektivwechsels / um das Abstraktionsvermögen zu sensibilisieren und zu schärfen.

Padgett_Naurod_2018So konnten die Teilnehmenden redaktionelle Fähigkeiten entwickeln. Wie beurteilt man eine Fotografie, wie redigiert man aus einer großen Auswahl von Aufnahmen das „richtige“ Bild? Die Kraft des Narrativen und der Sequenz: Was passiert, wenn man zwei oder mehrere Fotografien nebeneinander anschaut? Wie stellt man unterschiedliche Aufnahme sinnvoll zusammen? … waren weiterhin die zentralen Fragen, die im Workshop diskutiert wurden.

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Workshop B  – Virtual Reality im Bildungskontext Tobias Albers-Heinemann, Bad Kreuznach

VR_Naurod_2018Virtual Reality und 360 Grad Medien bieten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten im Bildungskontext. Tobias Albers-Heinemann ging in seinem  Workshop auf die Grundlagen von Virtual Reality und 360 Grad Medien ein, thematisierte die Erstellung von eignen Inhalten und zeigte Möglichkeiten des didaktischen Einsatzes auf.

Vortrag am Freitag Jugendmedienschutz – Die neuen Prüfstellen für Schund- und SchmutzmedienMichael Grunewald, Mainz

In unserem von Medien durchdrungenen Alltag ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen ein besonders schwieriges Anliegen. Bereits in der Weimarer Republik wurde die erste staatliche Stelle geschaffen, die Kinder und Jugendliche vor „Schund- und Schmutzschriften“ schützen sollte. Seitdem hat sich die Medienlandschaft wesentlich verändert. Radio, Fernsehen und mit dem Einzug digitaler Technologien auch das Internet stellt die bundesdeutsche Gesellschaft vor Herausforderungen, denen sie nicht gewachsen scheint. Ein Blick auf die gegenwärtigen staatlichen Bemühungen, die entgrenzte Medienlandschaft mit Regularien zu „entschärfen“, ist hilfreich, um die Zukunft des Jugendmedienschutzes einordnen zu können.

Die Vortragsfolien stellen wir an dieser Stelle zeitnach ein…. dauert aber 🙂

Tanja Eickmeier 2018Vortrag am Freitag Europäisches Fotozentrum Viernheim und die Galeria Paedagogica Heppenheim – Tanja Eickmeier

Das Europäische Fotozentrum und die Galeria Paedagogica wollen mit ihren Ausstellungen zur bildkulturellen Auseinandersetzung und zur Lesbarkeit fotografischer Bilder beitragen. Sie sind Plattformen unterschiedlicher Seh-, Sicht- und Deutungsweisen gegenwärtiger Fotografie. Die angestrebte Kommunikation zwischen Bildern und Betrachtern, Betrachtern und Fotografen, Betrachtern und Betrachtern soll Meinungen, Übereinstimmungen und Differenzen deutlich werden lassen. Der bildliche Diskurs dient der Reflexion von Wahrnehmungsweisen, des bildlichen Urteils und der kulturell-bildlichen Orientierung. Tanja Eickmeier stellte das Projekt (Räumlichkeiten, Mitwirkende, Sponsoren, Einrichtung, Ausstattung, uvm.) gut bebildert und äußerst interessant vor. Hier ihre Präsentation zum Vortrag…

Naurod_Mix