Medienerziehung und Inklusion

thomas-merzMit dem Vortrag „Neue Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien und Inklusion in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen“ startete Prof. Dr. Thomas Merz von der  Pädagogischen Hochschule Thurgau das diesjährige Herbsttreffen der Hessischen Medienerzieher in der Landessportschule Hessen.

Den Vortrag können Sie hier nachlesen.

Im Marketing ist das Social Storytelling mittlerweile eine der wichtigsten Verkaufsstrategien: Unternehmen und Marken überzeugen nicht mehr mit Sachargumenten, sondern ermöglichen es den Kunden Teil der Markengeschichte zu werden, indem jeder mit seiner individuellen Erfahrung und Biografie vorkommen kann. Dieses Prinzip hat die Goethe Universität mit der KEB-Hessen e.V. für Lernprozesse in einer didaktischen Adaption unter Einsatz von Social Media Methoden (Facebook, Blogs) erprobt. Erfahrungen und Erkenntnisse werden von Jürgen Pelzer vorgestellt. Ebenso wird ein neues Werkzeug, das Visual Diversity Cockpit und der Dynamic Pool vorgestellt, mit deren Hilfe die Heterogenität einer Lerngruppe sichtbar und dadurch bearbeitbar gemacht werden kann.

av-medien-22Hierzu  führte  Dr. des. Jürgen Pelzer unmittelbar nach einer kurzen Frühstückstpause den Workshop mit dem Thema: „Social Storytelling und Visualisierte Heterogenität: Der Einzelne ist mehr als die Summe des Ganzen.“ durch. Zu  Storytelling in der Schule oder Social Storytelling und Challenges findet man durch Anklicken ergänzende die Inhalte des Workshops.

***

Nach der Mittagspause bot Norbert Schröder einen Workshop zur Thematik „Tablets und Inklusion – Werkzeuge zur Differenzierung und Förderung im Klassenverband“. Als Apple Education Trainer befasst sich Herr Schröder insbesondere mit dem Schwerpunkt Tablets in der Förder- und Inklusionspädagogik sowie dem Einsatz von iPads an Berufsbildenden Schulen. Selbstredend konnte aber ein transfer zur Regelschule hergestellt werden. Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen der Inklusion Regelschulen besuchen, benötigen oftmals technische Hilfsmittel zum Ausgleich ihrer Einschränkungen. Tablets können bei körperlichen Beeinträchtigungen ebenso helfen wie bei Sinnesbehinderungen und kognitiven Einschränkungen. Eine kostspielige und mitunter auch umstrittene „1:1“ Tabletausstattung ist hierbei nicht erforderlich. Es wurden andere bewährte Unterrichtssettings vorgestellt, in denen Tablets als Werkzeuge hilfreich sein können.

Der Workshop gab einen Überblick über praxiserprobte Nutzungsmöglichkeiten und stellte geeignete Apps vor. Hierbei wurde auch auf bereits im Betriebssystem installierte Möglichkeiten eingegangen. Darüber hinaus wurden Methoden vorgestellt, mit denen sich auch Schüler mit Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligen können und sogar selber Unterrichtsmaterialien für andere Schüler produzieren.

Dr. Barbara Kamp bot zeitgleich den Workshop „Inklusion mit Kurzfilmen gestalten“an. Die Teilnehmenden lernten Möglichkeiten kennen, wie Kurzfilme Inklusion voranbringen können. Dazu gehören:

  • die Nutzung von Filmen für Informationsveranstaltungen zum schulischen Inklusionskonzept
  • Unterrichtsplanungen für heterogene (inklusive) Lerngruppen unter Einbeziehung von Filmen
  • die gezielte Aktivierung bestimmter Behindertengruppen (Sehen, Hören, Autismus) durch Filme, die ihre Behinderung thematisieren
  • das Erschließen interessanter Informationen für Nichtbehinderte
  • die Herstellung eigener filmischer (Teil-)Werke

av-medien-35Vorgestellt und erarbeitet wurden vier ausgewählte und künstlerisch interessante kurze Spiel- bzw. Animationsfilme in Längen zwischen 8 und 15 Minuten. So konnten kurze Filmerzählungen für die Primar- und Sekundarstufe kennengelernt werden und praxisbezogene Tipps für deren Einsatz in heterogenen Lerngruppen gegeben werden.

Fotos: David Henkel, Texte & Bildbearbeitung: Jörn E. von Specht, Moderation: Joachim Eisenträger

 

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