Fortbildung „Medienerziehung“ vom 10. bis 12. Dezember 2014 in Frankfurt

Referenten: Prof. Dr. F. Thissen, Dr. A. Beranek, N. Thoss, T. Graf, u.a

Die Ausbildungsveranstaltung Medienerziehung in der GHRF-Lehramtsausbildung hat als Intention, fachübergreifend aktuelle Entwicklungen der Mediengesellschaft und Mediensozialisation der Schüler und Schülerinnen wahrzunehmen. Die Kinder und Jugendlichen sollen eine kompetente Teilhabe an der Mediengesellschaft erlangen und dabei insbesondere die Chancen aber auch die Risiken der Medien kennenlernen.

Die AV Medienerziehung ist nun in Orientierung an den Vorgaben des Landesschulamts und der Lehrkräfteakademie erprobt. Hilfreich waren u.a. zusätzliche Handreichungen, die unter der Leitung von Frau Haffke (Leiterin Sachgebiet II.2-2 – Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen) erarbeitet wurden.

Die Fortbildung bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die AV Medienerziehung zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht um die isolierte Vermittlung von medienpraktischen Werkzeugen, sondern um an Inhalten orientierte aktive Medienarbeit.

Impulsvortrag: Neue Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen
Prof. Dr. Frank Thissen

Das Thema „mobiles Lernen“ wird zurzeit in Schulen und der pädagogischen Forschung intensiv diskutiert. Darunter versteht man im Allgemeinen den Einsatz von internetfähigen Mobiltelefonen und Tablet-Computern (z.B. iPad) im Unterricht und darüber hinaus. Aber mobiles Lernen ist mehr, es bietet die Möglichkeit, Kompetenzen zu entwickeln, die in einer zunehmen komplexer werdenden globalisierten Welt benötigt werden. Doch erst die pädagogischen Konzepte sorgen für eine sinnvolle Nutzung der neuen Technologien.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und stellt einzelne Einsatzszenarien in Schulen vor.

Selfie, Sexting, Pornobilder – Wie die Pornografisierung der Privatheit in Cybermobbing ausarten kann

Thomas Graf, Bildungsreferent für Prävention und Medienpädagogik

Mobile Endgeräte erfreuen sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Das „immer online“ sein verbindet die jungen Menschen losgelöst von Raum und Zeit mit ihren Freunden – immer und überall. So können sie mit Smartphones ihr Leben „Just in Time“ dokumentieren und die selbst gemachten Bilder und Videos sofort mit ihren Freunden teilen, sie an dem gerade erlebten Moment teilhaben lassen.

Auch als erotisches Intimspiel werden Smartphones zunehmend eingesetzt. Jugendliche machen erotische Bilder von sich selbst. Diese sogenannten „Selfies“ werden dann an die „große“ Liebe als Vertrauensbeweis gesendet. Dieses Phänomen wird auch „Sexting“ genannt. Das Kofferwort setzt sich aus „Sex“ und „Texting“ zusammen und meint im Kern das erotische chatten mit Bildern. Läuft jedoch die Beziehung nicht wie gedacht, landen die Bilder von Minderjährigen schnell auf den mobilen Endgeräten unbeteiligter Freunde. Von dort treten sie eine weite Reise an, bis in die Untiefen des Internets: der Kinderpornografie. Das unautorisierte Weiterleiten von Nacktfotos kann überdies der Beginn von Cyberattacken sein, denen sich das Opfer im ubiquitären und globalisierten Netz schutzlos ausgeliefert sieht. Der Vortrag möchte die Facetten des Sextings vom harmlosen Intimspiel bis zur Kinderpornografie aufzeigen und Ansätze zur Aufklärung diskutieren.

Vortrag/Workshop am Mittwochabend: Digitale Lebenswelten als Herausforderung für die Medienerziehung
Dr. phil. Angelika Beranek, Sozialpädagogin /Medienpädagogin

Die rasanten Veränderungen in den digitalen Lebenswelten der Jugendlichen sind für Erwachsene oft schwer nachzuvollziehen. Noch komplizierter wird es, wenn man pädagogische Bildungskonzepte an diese Lebenswelten anpassen möchte. Darum werden aktuelle Trends vorgestellt und die Konsequenzen für den Bildungsbereich (Konzeptideen, Ansätze) aufgezeigt.

Workshop: Videografie in der Lehrerbildung mit Esther Kuhn (MOK Frankfurt/Offenbach)

Praktische Hilfen zur Umsetzung (Rechtliche Fragen, Schwerpunkt ist u.a. die technische Umsetzung, Aspekte: Unterricht beobachten, aufzeichnen und auswerten, diagnostischer Blick, Analyse- und Reflexionskompetenz von Unterricht

Workshop: Learning Apps mit Nina Thoss, Freiburg

Apps haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung gemacht und erobern unseren Alltag und auch den Lernbereich. Hierbei bieten Apps und co praktische Möglichkeiten, aber auch Risiken. In dem Workshop werden wir uns u. a. mit sinnvollen Einsatzmöglichkeiten von Apps im Unterricht, z. B. als Autorentool für interaktive Lernbausteine (http://learningapps.org/) beschäftigen. Hierbei wird auch das Thema Datenschutz und Urheberrechte thematisiert. Bringen Sie ggf. Daten mit, die als Visualisierung umgesetzt werden sollen.

Workshop: Kreatives mit ANDROID – Apps für den Unterricht mit Rudolph / Herr Springer (Fa. Samsung) und Workshop: Kreatives mit IOS – Foto- und Film Apps mit D. Henkel / M. Gerhard (Photoshop) und Holger Höhl

In dem Workshop werden elementare Regeln zur Bildgestaltung, Belichtung und Tipps zu einem spannenden Bild- bzw. Filmaufbau erarbeitet. Zudem werden IOS / Android – Apps (iPhone, iPad, iPod Touch bzw. Tablets Galaxy) zum Fotografieren bzw. Filmen und Nachbearbeiten vorgestellt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten während des Workshops bereitgestellte iPads mit allen vorgestellten Apps. Einige Bilder werden u.a. auch mit Photoshop weiter bearbeitet.

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