Ziele, Kompetenzen, Inhalte …

Auf diesem Blog finden Sie die Kompetenzformulierungen und Standards zur Ausbildungsveranstaltung Medienerziehung sowie die damit verbundenen Inhalte, wobei die Auseinandersetzung mit diesen im Wesentlichen über eine aktive Medienarbeit mit und durch die LiV erfolgen soll. Hierbei stehen folgende Inhalte im Vordergrund:

  • Mediensozialisation und Medienbiografie
  • Vielfalt und Mehrwert digitaler Medien
  • Chancen und Risiken der Nutzung digitaler Medien in der vernetzten Welt
  • Kritischer Umgang mit Informationen
  • Identität und Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
  • Möglichkeiten der Beratung und Kooperation mit Institutionen und Medieneinrichtungen

Alle Inhalte lassen sich einzeln in der Seitennavigation aufrufen. Der eigentliche Blog bietet Anregungen und Hilfestellungen, zeigt Ideen und dient der Präsentation von Arbeitsergebnissen im Rahmen der Veranstaltung.

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Freitag & weiter gehts…

Der dritte Tag startet mit einem Vortrag von Annika Gramoll: „Update Soziale Netzwerke“… die Referentin kenntsich aus, weiß, was Jugentliche wollen, was sie tun, wo sie im Netz unterwegs sind und, sie kann diese getroffenen Aussagen auch bestens mit aktuellen Zahlen aus der Forschung belegen. Und so geht es von Folie zu Folie, es wird gedeutet und analysiert, interpretiert und geraten und aufgeklärt.

Um die Anwesenden bei voller Konzentartion zu halten, nutzt Gramoll neben einer permanenten Auffrischung der Raumluft durch Stoßlüften kleine Motivations-Teaser wie „Jäger jagt Hase“ …

Gramoll

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es um die Kooperation zwischen den Hessischen Medienzentren mit den Studienseminaren GHRF in Hessen. Dietlind Dietrich, Merten Giesen und Murat Alpoguz, die diesen Teil übernahmen, zeigten Möglichkeiten auf, wie eine wertvolle Verzahnung gelingen kann. Grundlage bildet das Prozessmodell, wobei ausschließlich projektorientiert gearbeitet wird. Somit erfahren LiV ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit. Merten Giesen verweist adrauf, dass LiV gerade in Settings dieser Art regelrecht in Flow kommen, weit über die Anforderungen hinaus arbeiten. Die Themenwahl sowie deren Umsetzung ist völlig offen. Die entstandenen Projekte können jederzeit in den Unterricht einfließen.

MZ-STS

In einer offenen Diskussion wurden weiterführende Ideen und Strategien entwickelt. Vielen Dank!

Show-Einlage – Schokolade

…was ein wunderbarer Tagungstag, eigentlich eher ein Tagungstagabend, denn es ist inzwischen 20 Uhr, die letzte Gruppe hat ihre Arbeit beendet, man ist inzwischen bei den elektrischen Spielzeugen angekommen – ertönt ein bestens bekanntes Signal – FEUERALARM!!! – schnell wird der Landemodus der Drone erzwungen und man verlässt  Raum und Tagungshaus… kurz darauf trifft auch die Feuerwehr ein. Auch (Ex-)Kollege Michael Grau, der zur Berufsfeuerwehr nach Frankfurt wechselte, ist informiert und  fordert aus dem entlegenen Garmisch-Partenkirchen, ebenfalls auf einer Tagung, zum „Ruhe bewahren“ auf. Schnell stellt sich aber heraus, dass es ein Fehlalarm war und so zieht man wieder ein ins Haus und löscht, Löschen ist jetzt das Thema, den Durst in den Georgenstuben, der kleinen Kneipe im Keller des Wilhelm-Kempf-Hauses.

Für den entstandenen positiven Stress gibt es für alle einen fairgehandelten Schokoriegel.

Show-kolade

Bei diesem Artikel geht es in erster Linie nicht vorrangig um Product-Placement 🙂 .

Workshopzeit!

Workshops werden immer wieder gern besucht. Und genau immer dann, wenn 100%-ig geworkshopt wird.

Diesmal gab es wunderbare Workshop-Angebote: „Klimawandel und Feinstaubdebatte, selbst erfasste Umweltdatenals Beitrag zur politischen Bildung“ mit Thomas Bartoschek; „Sehe, was das ist: Die Fotografie als Werkzeug für die Wahrnehmung“ mit Laura Padgett; „Digitale Realität“ mit Michael Grunewald und „Mobiles Lernen im Englisch-Unterricht“ mit Dieter Umlauf…

DieterEgal wo und was gearbeitet wurde, es war die Zeit wert. Tolle Ideen, zielgruppenadäquate Arbeitsaufträge und Materialien waren die richtige Mischung für die erzielten Ergebnisse.

Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Ich und meine Daten…

NocunTag zwei der Medientagung, der Mittwoch, begann mit einem Impulsvortrag von Katharina Nocun aus Berlin: „Die Daten, die ich rief“ … wir alle, so Nocun, legen Datenspuren und das täglich. Millionen von Menschen kaufen bei Amazon ein, sammeln Punkte mit der DeutschlandCard und sind bei Facebook & Co. unterwegs, nutzen Fitnesstracker und und und. Dass diese Dienste allerhand Daten über uns speichern ist zwar kein Geheimnis, doch so lange Überwachung unsichtbar ist, stören wir uns nicht daran. Wir wissen längst, wenn ein Produkt nichts kostet, bist Du das Produkt. Doch halt. Die Datensammler greifen auch im Bezahlbereich ungehemmt zu. Wie viel wissen die Dienste über uns, was wird wann getrackt. Wer seinen eigenen Datenschatten kennen lernen will, muss selbst aktiv werden. Die Referentin legte ihr eigenes Datennutzungsverhalten offen und präsentierte die im Rahmen ihrer Recherchearbeit gesammelten Anfragen verschiedenster Anbieter, wie Amazon, Facebook, Instagram, Edeka, Netflix und Co.

Datengetriebene Versicherungsmodelle locken mit preisgünstigen Angeboten für Zahnbürsten Fitness-Uhren oder kleiner im Automobil verbauter Boxen, den den Fahrstil an den Versicherer melden.

Interessant schein auch der gelegentlich Blick in die AGBs… ein Experiment von PC Pitstop zeigt dies.

In ihrem Buch „Die Daten, die ich rief„, zitiert die Autorin treffend Edward Snowden:

>> Das Argument, dass ihnen das Recht auf Privatsphäre egal sei, weil sie nichts zu verbergen hätten, ist nichts anderes als zu behaupten, ihnen sei das Recht auf freie Meinungsäußerung egal, weil sie nichts zu sagen hätten. Eine freie Presse nützt nicht nur denen, die sie lesen.<<

Dieser Vortrag zeigt, warum es sich lohnt zu fragen: Was speichert ihr über mich?

Die Moderation des Vortrages übernahm Michael Grunewald (ZGV Mainz) und bot im Anschluss einen eigenen Beitrag mit dem Thema „Datenschutz – Ein Balanceakt digitaler Souveränität“. Das pdf-Dokument stellt Michael Grunewald dankenswerter Weise zur Verfügung.

 

Diversitätssensibler Einsatz digitaler Medienund Medienbildung als politische Bildung

Wiesbaden-Naurod, Wilhelm-Kempf-Haus, 19:00 Uhr, Medientagung. Der Mittwochabend begann mit einem spannenden und kurzweiligen Vortrag von Dr. David Kergel. „Diversitätssensibler Einsatz digitaler Medien in Schule und Ausbildung“ war das Thema.

Bildung und Lernen verändern sich! Müssen sich verändern.

Aber was ist der Kern von Heterogenität und Diversität? Was leben uns die Konzerne im Rahmen von Werbeimpulsen vor? Was verstehen wir im Alltag unter diesem Begriff? Wie gehen wir als Bürger mit Vielfalt um? Mit der zunehmenden kulturellen Diversität in unserer Gesellschaft sowie dem anhaltenden medialen Wandel verändern sich auch Anforderungen, die an die Gestaltung von Unterricht gestellt werden.

medientagung_d_kergelZunächst mussten die Begriffe Heterogenität und Diversität genauer beleuchtet und aufgedröselt werden. Wie grenzt sich Heterogenität von Diversity Management und machtkritischer Diversitätssensibilität ab? Frisch und frei untermauert Kergel die theoretisch aufgezeigten Ansätze mit eigenen Erfahrungen aus Kindheit, Schule und Lebensweg. Dabei stellte er immer wieder Parallelen zu jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten her. Wie wird in der heutigen Zeit on- und offline gelebt. Es ging diskursiv um Mediennutzung, um Markenbewusstsein, um Rollenklischees, um Verkaufsstrategien, um Sozioanalyse, um aktuelle Forschungsergebnisse, um Identitäten, um Verkaufsstrategien, um geschlechtsspezifische Entwicklungen und vieles mehr, quasi ein Denkfeuerwerk der Extraklasse.

Und letztlich ging es immer wieder um digitale Medien und wie sich diese für ein diversitätssensibles Unterrichten und Lernen einsetzen lassen.

Mit Bezug auf diese Fragen und vor dem Hintergrund einer bildungsorientierten Medienpädagogik wurden theoretisch fundierte anwendungsorientierte Strategien für eine diversitätssensible Medienpädagogik im digitalen Zeitalter vorgestellt, hinterfragt und offen  kritisch diskutiert.

Vielen Dank an Dr. David Kergel

Medientagung – der Freitag

WalkshopDer Freitag startete mit einem Beitrag von Konstantinos-Antonios Goutos aus Marburg. „Filmisch sehen – Anders sehen“ – Konzept eines (video)Flanieren Walkshops… Nach einem kurzen Input zu seiner Intention des Videoflanierens ging es direkt an die Arbeit. Es wurde gefilmt, was die Umgebung bot 🙂 … Fime von Konstantinos-Antonios Goutos kann man hier schauen… natürlich bietet das Netz weitere Inhalte des Künstlers…

An dieser Stelle ein paar Impressionen aus den Workshops der Tagung:

Medientagung – der Donnerstag

Olaf Axel Burow hielt das Impulsrefereat am Donnerstagmorgen. Seine erste Folie griff den Begriff VUCA-World auf, VUCA, ein Akronym, welches für für die englischen Begriffe Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity steht. Alle vier Begriffe gelten nicht nur für Unternehmensführungen gelten, sondern lassen sich auch bestens auf den Bildungsbereich übertragen. Und so schaffte er es problemlos auf sein eigentliches Thema „Die Zukunft der Bildung – Sieben Trends, die die Schule revolutionieren wedren“ überzuleiten. Nur wenn wir aktiv Visionen für das Lernen und die Schule der Zukunft entwickeln, werden wir die Digitale Dividende ernten können.

Burow_Mix

Informelles Lernen (mobil, zeit- und ortsunabhängig) wird, da ist er sich sicher, zunehmend eine höheren Stellenwert haben. Abrundend mit einem Zitat von Steve Jobs, der kurz vor seinem Tod feststellte: „The next big thing is education“, zeigte er die sieben Trends auf.

  • Trend 1 – Digitalisierung
  • Trend 2 – Personalisierung und neue Lehrerrolle
  • Trend 3 – Vernetzung
  • Trend 4 – Veränderung des Lehr- und Lernraums
  • Trend 5 – Gesundheitsorientierung
  • Trend 6 – Demokratisierung
  • Trend 7 – Glücksorientierung

Der Vortrag wird den Teilnehmern*innen zeitnah zur Verfügung gestellt. Für alle, die nicht warten können, finden hier die Inhalte in Textform.

Der Nachmittag war bestens angereichert mit verschiedenen Workshopangeboten.

  • Einblicke in die Funktionsweise von Algorithmen und deren Programmierung – Tobias Krafft, Algorithm Accountability Lab TU Kaiserslautern
  • Story Telling / Brickfilm, bewegte Bilder mit iPads im Unterricht, Holger Höhl
  • Big Data und Datenschutz – Björn Friedrich, SIN – Studio im Netz e.V. München
  • Digitale Tools für Ausbildung und Unterrichts-Apps – Sfeffen Lenz, Schönstadt
  • Big Data und Datenschutz – Björn Friedrich, SIN – Studio im Netz e.V. München
  • Big Data – Short Anwer – Algorithmen leicht erklärt – 101 – Jörn E. von Specht STS GHRF Kassel
  • Challenge Based Learning – Herausforderungen als Methode der Aus- und Weiterbildung – praktische Erprobung und Reflexion – Merten Giesen – Leiter Medienzentrum Frankfurt
  • Big Data und (Selbst)Datenschutz – Kai Liesendahl -STS BS

An dieser Stelle finden Sie die von Björn Friedrich bereitgestellte Linkliste zum o.g. Workshop. Vielen Dank dafür.

Weitere Links:

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