Ziele, Kompetenzen, Inhalte …

Auf diesem Blog finden Sie die Kompetenzformulierungen und Standards zur Ausbildungsveranstaltung Medienerziehung sowie die damit verbundenen Inhalte, wobei die Auseinandersetzung mit diesen im Wesentlichen über eine aktive Medienarbeit mit und durch die LiV erfolgen soll. Hierbei stehen folgende Inhalte im Vordergrund:

  • Mediensozialisation und Medienbiografie
  • Vielfalt und Mehrwert digitaler Medien
  • Chancen und Risiken der Nutzung digitaler Medien in der vernetzten Welt
  • Kritischer Umgang mit Informationen
  • Identität und Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
  • Möglichkeiten der Beratung und Kooperation mit Institutionen und Medieneinrichtungen

Alle Inhalte lassen sich einzeln in der Seitennavigation aufrufen. Der eigentliche Blog bietet Anregungen und Hilfestellungen, zeigt Ideen und dient der Präsentation von Arbeitsergebnissen im Rahmen der Veranstaltung.

Erlärfime – einfach erklärt…

von Specht ErklärfilmErklärfilme haben Konjunktur. Firmen und Institutionen haben dieses Medium längst für sich entdeckt und auch im Bildungsbereich sieht man das Potenzial. Aber was steckt hinter diesem Begriff? Der Impulsvortrag von Jörn E. von Specht Vortrag gab  Einblicke zur Abgrenzung, zu Kriterien guter Erklärfilme, zu Weboberflächen, zur Gestaltung dieser Filme und letztlich auch zu Stolpersteinen oder Hürden. Anhand verschiedener Beispiele wurden Möglichkeiten des Einsatzes im eigenen Unterricht oder der Arbeit am Seminar aufgezeigt.

Für den Begriff Erklärfilm finden sich eine Vielzahl von Begriffen.Bildschirmfoto-2017-06-29-um-08.21.38.png

Das Handout des Vortrages lässt sich hier downloden (oder in das Bild (unten) klicken.

Erklärfim_Handout_Download

Der gesamte Workshoptag fand in Kooperation mit der Feuerwehr in Frankfurt am Main statt. Michael Grau führte durch den Tag. In enger Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehrleuten vor Ort und den engagierten LiV und Mediuen-Ausbildern bestand das Ziel darin, auf verschiedenen Wegen Erklärfilme zur Thematik Feuerwehr zu erstellen.

Der Workshop mit Urs Daun produzierte einen Erklärfilm  mit der Kamera. Die Teilnehmerinnen erstellten so einen Erklärfilm mit Drehbuch und Storyboard zum Thema: „Absetzen eines Notrufes für den Rettungsdienst und Feuerwehr“ am Beispiel der Branddirektion Frankfurt. Im Rahmen der Erstellung des Erklärfilms wurden exemplarisch wichtige Hinweise zur Bildgestaltung und zu Perspektiven gegeben.

Der Workshop von und mit Tobias Bachert beschäftigte sich mit der Produktion von  Erklärfilmen auf dem Tablet – iPad. Mit diesem Tablet lassen sich schnell und unkompliziert professionelle Erklärfilme drehen. Im ersten Teil erfuhren die Teilnehmer zunächst mehr zum grundlegenden Arbeiten mit dem iPad und benutzten die verschiedenen Kamerafunktionen. Zudem lernten sie die App „Explain Everything“, mit der verschiedenste digitale Inhalte wie Texte, Zeichnungen oder Fotos live mitgeschnitten und mit einer Sprachaufnahme kombiniert werden können. Mit der integrierten Video-Editor-App von Apple „iMovie“ konnten Video- und Tonaufnahmen bearbeitet, durch Texteinblendungen ergänzt und zu einem Film zusammengesetzt werden können. In Praxisphasen drehten die Teilnehmer Sequenzen mit der iPad-Kamera und zeichneten die entsprechenden Tonaufnahmen auf, erstellten mithilfe der Apps ihren eigenen Erklärfilm zum Thema Brandschutz. Während des kompletten Workshops erhielten sie hilfreiche Tipps und Tricks rund um das Erstellen von Erklärfilmen mit dem iPad.

Ein dritte Workshop unter der Leitung von Jörn E. von Specht erstellte webbasiert, mit PowToon einen Erklärfilm zum Hilfleistungslöschfahrzeug HLF20 der Frankfurter Feuerwehr. Das Produkt kann hier geschaut werden.

28. Mai 2017

Moderation: Jörn E. von Specht

 

Medientagung im Frühjahr 2017… der dritte Tag…

… es ist der dritte Tag und dieser beginnt mit einem Vortrag von Alia Pagin zum Thema „Hate Speech – Hass im Netz“. alia-paginZentrale Elemente des Vortrages sind Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intolleranz, Antisemitismus u.Ä. sowie deren Ausbreitung im Netz, genauer in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, YouTube oder WhatsApp…

  • Woran erkennt man nun Hate Speech? …hier finden sich exemplarisch Hinweise…
  • Extremismus, Populismus und Soziale Netzwerke
  • Warum so erfolgreich?
  • Warum schaukeln sich extreme Ideologien und Hate Speech in den sozialen Netzwerken schnell hoch? – Radikalisierung von Meinungen („Echo chambers“/ „filter bubble„)
  • Kein Gesetz gegen Hate Speech – aber Straftatbestand
  • Meinung vs. Hetze
  • Ethnopluralismus

untermauert wurden die Inhalte des Vortrages anhand verschiedener Bild- und Textbeispiele aus Tagespresse und Netz. Teile des Vortrages erscheinen hier in Kürze…

… nach einer kurzen Pause prädentierten LiV-Gruppen der Hessischen Studienseminare Ergebnisse aus Pädagogischen Facharbeiten. Den Anfang machten hier Jacqueline Kohlhausen und Tobias Schmidt von Studienseminar Kassel mit der Außenstelle Eschwege. Beide haben inzwischen ihre 2. Staatsprüfung erfolgreich absoliert. Den Vortrag kann man hier noch einmal schauen.

Im Anschluss stellte Kristin Drenkelfuß vom Studienseminar für GHRF Marburg die Ergebnisse ihrer Facharbeit vor. Die „Förderung der Motivation durch die Produktion von Stop-Motion-Filmen zum Thema Balladen – durchgeführt in einer 8. Realschulklasse“ als Thema der Arbeit. Die Folien des Vortrages finden sich hier:

Drei LiV (Petra Lohmann, Magdalena Fleck, Lauritz Fastenrath) vom Studienseminar GHRF Frankfurt präsentierten ihr Video zur Thematik Product Placement. Auf Grund der Darstellungen der Schülerinnen und Schüler im Video selbst, kann dieses hier leider nicht geschaut werden. Wir haben das für die Leserin / den Leser dieses Blogs getan und sind begeistert. 😉

Ein dickes Dankeschön an alle LiV!!!

Moderation: Jochim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Medientagung im Frühjahr 2017… der zweite Tag…

Der zweite Tag begann mit einem kurzweiligen Vortrag von Markus Gerstmann, Medienpädagoge aus Bremen

markus-gestmann

Mit der basalen Frage „Was ist YouTube“ startet Markus Gerstmann und nahm die Teilnehmer sofort mit … ein Video von Manniac zeigt die Lösung zur aufgeworfenen Problemstellung…

In seinem Vortrag ging es nahtlos weiter … es ging um das Phänomen Webvideo

  • … wie es die Bewegtbildlandschaft verändert?
  • … warum es (gerade ) ein Jugendmedium ist
  • … als Handlungsraum
  • … mit eigener Qualität
  • … welches für Reichweiten, Reichtum und reichlich Bewegung sorgt
  • … das einen Reichtum bietet
  • … welches Lernräume öffnet
  • und eventuell oder gerade (k)eine Zukunft hat

Mit einem Bingo-Spiel kam Bewegung in die Veranstaltung – ungefähr so: In ein Blatt mit Kästchen werden Namen eingetragen, die etwas zur Thematik wissen, etwas schon einmal getan oder nicht getan haben (Beispiele: Wer weiß wie alt YouTube ist? Wer kennt einen ausländischen YouTuber mit Namen? Wer weiß wem YouTube gehört? Wer weiß was ein Haul ist? Wer hat mit seinem Kind schon mal gemeinsam einen Film/Clip auf YouTube geschaut? usw.). Das Arbeitsblatt hierzu kann hier heruntergeladen werden.

Natürlich wurden sämtliche Genres beleuchtet und dabei immer wieder Beziehungen zu den jeweiligen Zielgruppen hergestellt… hier ein Überblick:

  • Internet-Memes
  • Let‘s Play
  • HowTos / Tutorials,
  • Life Style /Personal Blogger (Food Diary, Roomtour, Followmearound, Vlogs, Beauty, LifeStyle)
  • (politische) Kommentare
  • Reaction Video
  • Interaktive Videos
  • Live Streams
  • Musik Videos
  • Klassische Videos (Comedy)
  • Gebrauchsanweisung
  • Sport
  • Draw my Life
  • Manga
  • Stopmotion/ Brickfilme
  • Auspacken (Unboxing)
  • Lebensgeschichten

Natürlich ging es bei dieser Thematik um große YouTuber, Gronkh, Bibbi, Daaruum, Julien Bam & Co. (auch hierzu finden sich viele weitere Ideen in der Präsentation…) …

Nach einer kurzen Kaffeepause wurden ausgewählte YouTuber näher be- und durchleuchtet 🙂 … hier ging es um Klickzahlen, Geldströme, Werbeschalten, Tweets und Ansprachen („keine Entfernung der Welt kann uns trennen.“, Teaser („Wird Julia die Trennung überstehen?“; Wir haben etwas zu verkünden!“; „Was wenn einfach so die Tage kommen?“…)bibis-beauty-palace-insta

…interessant scheint hier auch ein Blick hinter die Kulissen der Angebote, in die die Strategien der Vermarktung und des Commerzes … und wie hart muss man an seiner Identität arbeiten, als YouTuber und als Follower…

Wie sehen sich YouTuber oder Instgram-Blogger und ihre Aufgaben? … auch hier wurde genau geschaut … und was wird aus den Sternchen von heute? Wie steigen sie aus? Wird die Blase „YouTube irgendwann platzen? Wird nicht auch Bibi älter und wie geht sie damit um – oder ihre Zielgruppe?

Wie kann nun die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aussehen? Hier favorisiert Markus Gerstmann 8 Ideen zum Auseinandersetzen mit dem Thema YouTube oder zum Beziehen einer eigenen Position:

  1. Methoden aus der klassischen Videoarbeit adaptieren
  2. Selbst Videos drehen (z.B. Tutorials oder Ironisierung von Hauls und Unboxing)
  3. YouTuber von Jugendlichen vorstellen lassen (Recherche)
  4. Genre oder Trends gemeinsam mit Jugendlichen aufgreifen
  5. YouTube-Klassen- bzw. Jugendhaus-Hitliste (Votings)
  6. Kontrastierende Beispiele von YouTubern vergleichen
  7. Videos in den Unterricht, in Projekte einbinden
  8. Workshops (ExpertInnenkonferenzen, Check the Web, Digitale Helden…)

Hier nun die Präsentation von Markus Gerstmann…

…weitere Informationen finden sich auf der Seite  Service Bureau … hier finden sich beispielsweise auch die Arbeitsblätter aus dem Vortrag (YouTube-Recherche; weiterführende Links, wie ein KlickSafe-Webinar; eine YouTube-Hitliste; und vieles mehr…).

Vielen Dank Markus Gerstmann…

Hier noch einige Impressionen vom Vormittag…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Nachmittag hatte satten Workshop-Charme. Tobias Albers-Heinemann (Youtuber 🙂  und Autor) übernahm die Moderation und Präsentation zum Workshop-Angebot.albersheinemann

Inhaltlich wurde zunächst erst einmal gezeigt und geschaut was die Oberfläche YouTube bietet, wie Playlists sich anlegen und pflegen lassen, wie der private Kanal genutzt werden kann, wie sich eigene Videos uploaden lassen und was Youtube eben sonst noch so bietet…

Für alle Leser dieses Blogs, die nun wissen möchten, wie der Kanal von Tobias Albers-Heinemann so ausschaut und was er beherbergt, der klickt bitte in das Bild…albersheinemann_1

… natürlich wurde auch live gezeigt, wie ein Video veröffentlicht wird, wie dieses günstig verschlagwortet wird und mit benutzerdefinierten Thumbnails gearbeitet wird; weitere Einstellungen wie „nicht gelistet“, „Product Placement oder „privat“ wurden ebenfalls erklärt und besprochen…

…  sehr schöne Optionen finden sich in der YoTube-Oberfläche im Bereich Tools. Hier kann der Nutzer unter Nutzung verschiedener Lizenzen Musik als Hintergrundmusik herunterladen oder den (schmal gestalteten) Videoeditor nutzen…youtube_tools…da ist man dann schnell bei den Lizenzen (kommerziell und nicht kommerziell) und den CC-Lizenzen

… Fragen zum Recht auf Vorführung kommen natürlich immer auf… bis zu einer eindeutigen Klärung bieten wir an dieser Stelle folgende Möglichkeit der Auslegung an: Bitte in das Bild klicken – hier öffnet sich dann ein PDF-Dokument des Medienzentrums Rhein-Sieg-Kreises!youtube-videorecht

Ein YouTube-Workshop ohne Praxisanteil macht keinen Sinn… dafür wurden wurden App-Ideen ausgetauscht und los ging es…

… als Topping des Tages ging es um 360 Grad-Videos – da wünscht sich der Teilnehmer und die Teilnehmerin natürlich noch mehr…360-grad

…zum „Abschließ am Abschluss“ gabst dann noch einen Rundschlag zum Thema VR – was ein gelungener Tag… 🙂

Fotos auf der Tagung: David Henkel, Jörn E. von Specht & Kai Liesendahl; Bilder in der Präsentation: Web und Markus Gerstmann;

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Medientagung im Frühjahr 2017… der Auftakt…

beranek_eisentra%cc%88gerEs ist Mittwochabend. Wiesbaden-Naurod, WKH (Wilhelm-Kempf-Haus). Punkt 19:00 Uhr begrüßt Joachim Eisenträger die Runde der Hessischen Medienbeauftragten der Studienseminare. Das Thema der Tagung steht, heißt „YouTube“! , … genauer „YouTube in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen“…

Für alle die, die denken, es gäbe technische Probleme… wir haben nur Lösungen 🙂

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Der spannende Vortrag von Prof. Dr. A. Beranek nimmt bereits gegen 19.10 Uhr volle Fahrt auf. Der Kurs stimmt, das erste Etappenziel ist ein Blick auf die Historie dieses MassenMediumAnbieters, …weiter geht’s direkt zu YouTubeGaming und angesagten YouTubern wie Dner oder Daggi Bee, die beispielsweise auf Snapchat oder Funk Angebote ohne Ende bereithalten, die für den einen oder anderen Erwachsenen als Zeitfresserchen betitelt werden, coolen Jugendlichen aber den Weg zum Erwachsenwerden ebnen… hier helfen die Medienangebote die Bedürfnisse (kognitive, affektive, habituelle, soziale) jener bekannten Pyramide zu erfüllen… bis hierher ging es, wie beschrieben mit Volldampf, durch seichtes Fahrwasser,…

… große Schaumkronen kamen auf, als es in den Bereich der Strukturalen Medienbildung, nach Benjamin Jörrisen und Winfried Marotzki, ging. Begriffe wie Orientierung (Umgang mit Kontigenz), Flexibilisierung (Umorientierung, Refraiming, Reflexivität), Tentativität (Exploration, Kreativität, Als-ob-Handeln) und Alterität (Offenheit für Andersheit/Fremdheit) machten den feinen Wellengang, der sich erst mit dem Schauen ausgewählter YouTube-Filme legte…

…den Vortag als Prezi kann man schauen, wenn man in das Bild oder hier klickt…

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…Vielen Dank Frau Prof. Beranek!

AV Medienerziehung – LiV aus Kassel und Eschwege

Liebe AV-Medien-LiV,

die Auftakt-Veranstaltung liegt nun schon ein paar Tage zurück und als nächstes Treffen steht der Praxis-Nachmittag am 15.12.2016 an. Wir beginnen um 13.30 Uhr in der Lernwerkstatt in Grebendorf. Sollten Sie diesen Termin zeitlich nicht halten können, so lassen Sie uns dies wissen.

An diesem Nachmittag bieten wir Ihnen, wie besprochen, folgende Möglichkeiten:

  • Audioaufnahmen und Bearbeitung mit Audacity
  • Trickfilmerstellung an der TrickboxX
  • Arbeiten am Greenscreen

Bitte teilen Sie uns zeitnah mit, für welches Thema Sie sich interessieren. Gern können Sie auch die Kommentarfunktion am Ende des Beitrages nutzen.

Weiterhin benötigen Sie (besonders beim Trickfilm) Ideen und Materialien. Stative und die Trickboxen (inklusive Licht) stellen wir. Sollten Sie sich für das Erstellen eines Trickfilmes entscheiden, so wäre es wichtig zu wissen, womit Sie arbeiten wollen (Legetechnik aus Papier, Lego-Figuren, Holzbuchstaben usw.). Materialien (Papierfiguren o.Ä.) können wir im Rahmen der Veranstaltung auch gemeinsam kreativ erstellen.

Für den Audiobeitrag könnten Sie sich eine besondere Fragestellung, ein Thema oder was immer Sie wünschen,  überlegen.

Beste Grüße aus Eschwege und einen schönen zweiten Advent

Dirk Rudolph & Jörn E. von Specht

Medienerziehung und Inklusion

thomas-merzMit dem Vortrag „Neue Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien und Inklusion in Ausbildung und Schule – Mobiles Lernen“ startete Prof. Dr. Thomas Merz von der  Pädagogischen Hochschule Thurgau das diesjährige Herbsttreffen der Hessischen Medienerzieher in der Landessportschule Hessen.

Den Vortrag können Sie hier nachlesen.

Im Marketing ist das Social Storytelling mittlerweile eine der wichtigsten Verkaufsstrategien: Unternehmen und Marken überzeugen nicht mehr mit Sachargumenten, sondern ermöglichen es den Kunden Teil der Markengeschichte zu werden, indem jeder mit seiner individuellen Erfahrung und Biografie vorkommen kann. Dieses Prinzip hat die Goethe Universität mit der KEB-Hessen e.V. für Lernprozesse in einer didaktischen Adaption unter Einsatz von Social Media Methoden (Facebook, Blogs) erprobt. Erfahrungen und Erkenntnisse werden von Jürgen Pelzer vorgestellt. Ebenso wird ein neues Werkzeug, das Visual Diversity Cockpit und der Dynamic Pool vorgestellt, mit deren Hilfe die Heterogenität einer Lerngruppe sichtbar und dadurch bearbeitbar gemacht werden kann.

av-medien-22Hierzu  führte  Dr. des. Jürgen Pelzer unmittelbar nach einer kurzen Frühstückstpause den Workshop mit dem Thema: „Social Storytelling und Visualisierte Heterogenität: Der Einzelne ist mehr als die Summe des Ganzen.“ durch. Zu  Storytelling in der Schule oder Social Storytelling und Challenges findet man durch Anklicken ergänzende die Inhalte des Workshops.

***

Nach der Mittagspause bot Norbert Schröder einen Workshop zur Thematik „Tablets und Inklusion – Werkzeuge zur Differenzierung und Förderung im Klassenverband“. Als Apple Education Trainer befasst sich Herr Schröder insbesondere mit dem Schwerpunkt Tablets in der Förder- und Inklusionspädagogik sowie dem Einsatz von iPads an Berufsbildenden Schulen. Selbstredend konnte aber ein transfer zur Regelschule hergestellt werden. Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen der Inklusion Regelschulen besuchen, benötigen oftmals technische Hilfsmittel zum Ausgleich ihrer Einschränkungen. Tablets können bei körperlichen Beeinträchtigungen ebenso helfen wie bei Sinnesbehinderungen und kognitiven Einschränkungen. Eine kostspielige und mitunter auch umstrittene „1:1“ Tabletausstattung ist hierbei nicht erforderlich. Es wurden andere bewährte Unterrichtssettings vorgestellt, in denen Tablets als Werkzeuge hilfreich sein können.

Der Workshop gab einen Überblick über praxiserprobte Nutzungsmöglichkeiten und stellte geeignete Apps vor. Hierbei wurde auch auf bereits im Betriebssystem installierte Möglichkeiten eingegangen. Darüber hinaus wurden Methoden vorgestellt, mit denen sich auch Schüler mit Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligen können und sogar selber Unterrichtsmaterialien für andere Schüler produzieren.

Dr. Barbara Kamp bot zeitgleich den Workshop „Inklusion mit Kurzfilmen gestalten“an. Die Teilnehmenden lernten Möglichkeiten kennen, wie Kurzfilme Inklusion voranbringen können. Dazu gehören:

  • die Nutzung von Filmen für Informationsveranstaltungen zum schulischen Inklusionskonzept
  • Unterrichtsplanungen für heterogene (inklusive) Lerngruppen unter Einbeziehung von Filmen
  • die gezielte Aktivierung bestimmter Behindertengruppen (Sehen, Hören, Autismus) durch Filme, die ihre Behinderung thematisieren
  • das Erschließen interessanter Informationen für Nichtbehinderte
  • die Herstellung eigener filmischer (Teil-)Werke

av-medien-35Vorgestellt und erarbeitet wurden vier ausgewählte und künstlerisch interessante kurze Spiel- bzw. Animationsfilme in Längen zwischen 8 und 15 Minuten. So konnten kurze Filmerzählungen für die Primar- und Sekundarstufe kennengelernt werden und praxisbezogene Tipps für deren Einsatz in heterogenen Lerngruppen gegeben werden.

Fotos: David Henkel, Texte & Bildbearbeitung: Jörn E. von Specht, Moderation: Joachim Eisenträger

 

Grüne Erklärfilme…

Erklärfilme haben Hochkonjunktur! … und jeder, der sich an dieses Genre heranwagt, hat seine so ganz eigenen Vorstellungen…

… eine sehr einfache Grundlage für die Erstellung bietet eine Präsentationssoftware wie PowerPoint oder Keynote. Bringt man die Inhalte mit einer Greenscreen-App wie Touchcast zusammen, so lassen sich schnell brauchbare Ergebnisse erzielen. So erstellte Präsentationen werden als Film gespeichert, in die App geladen und fertig ist die Kiste 😉

Die App kommt sehr kostengünstig (momentan 0,00 €) daher… allerdings ist ein Stativ, so man es hat, sehr brauchbar und dann fehlt ja noch der Hintergrund, der Grüne! Zu Testzwecken haben wir uns nicht gleich einen kostenintensiven Greenscreen gegönnt, sondern  uns einen ganz eigenen gebastelt, aus grünem Geschenkpapier. Zusammenkleben, aufhängen, fertig! Läuft!

Tipp: wir haben das Riesenpapier an einer ahlen Eupopakarte, die wir dem Erde-Lehrer entwenden konnten, festgemacht. Aufgerollt hält dieser Screen mindestens noch mal so lange, wie die längst veraltete Printversion unseres Kontinents…

Erwähnenswert sind die vielfältigen Templates, welche nahezu keine Wünsche offen lassen.greenscreen… wir sind so begeistert, dass demnächst, nach dieser Testphase, erste Filme entstehen werden. Wir sind gespannt…

… und noch ein Tipp am Rande: der Greenscreen sollte, wenn man richtig Spaß haben möchte ca.3x6m groß sein…, …. zum Spielen reicht ein kleinerer Hintergrund. Viel Spaß!

Moderation: Jörn E. von Specht